Sonnenalp Hotel, Vail

By In America

Vail oder Aspen? Daran scheiden sich in den USA die Geister, denn beide Resorts gehören zur Champions League im alpinen Zirkus und waren Austragungsort zahlreicher Ski Weltmeisterschaften, wie zuletzt Vail im Jahr 2015. Das Foto vom damaligen Stargast Felix Neureuther ziert noch die Ahnengalerie im Sonnenalp Hotel, jenem Traditionshaus, das seit 5 Generationen im Besitz der Familie Faessler aus dem Allgäu ist. Und tatsächlich bringt die Sonnenalp, mit ihren rot-weißen Fensterläden und den handgeschnitzten Accessoires, sowas wie europäischen Alpen-Charme nach Vail. 

#rooms

Genau wie das Mutterhaus in Ofterschwang, gehört auch das 5-Sterne-Ressort in Vail zu den Leading Hotels of the World und so fühle ich mich direkt ein bisschen heimisch in der rustikalen Junior Suite. Zwei dicke Stoffsessel gruppieren sich um einen knisternden Kamin, die Matratzen grinsen einladend wie ein dick belegter Cheeseburger und das elegante Marmorbad überzeugt mit ausgedehnter Wellness-Badewanne. Dazu gibt es Holzparkett und Teppichböden, eine Ankleide, die alles verstaut, was meinen Anblick stören könnte, und einen Balkon mit Blick ins weiße „Winter Wonderland“.

#wellness

Schnell noch raus zum Skifahren? Oder auf die exklusive Boutiquenmeile des East Meadow Drive? Nix da. Jetzt ist erstmal Spa-Time angesagt, denn schließlich verfügt die hoteleigene Wellness-Oase über einen großen „In-geht-über-in-Outdoor-Pool“ sowie drei blubbernde Jacuzzis, die mich in den nächsten Stunden ordentlich in Wallung bringen. Zum Abschluss gibt es noch einen Aufguss in der Sauna, dazu einen Glühwein von der Pool-Bar und ich bin gut erholt fürs Abendessen.

#food

In der Sonnenalp habe ich die Qual der Wahl: Entweder Fine Dining in Ludwig´s Stüberl oder Schweizer Spezialitäten im Swiss Chalet oder … rustikale American Cuisine in der Bully Ranch. Ich entscheide mich für den kulinarischen Mix aus Alpenvorland und Amerika und bestelle zu weltmeisterlichen Spare Ribs ein frisch gezapftes Helles. Schmeckt mindestens so gut wie im heimischen München.

Den besten Start in einen „epic day“ gibt es garantiert im Ludwig´s Breakfast, wo es einfach alles gibt und das in allerfeinster Qualität. Also entscheide ich mich für Rührei mit Speck, dazu Lachs, frisches Landbrot, Croissants, French Toast, Pfannkuchen, Törtchen und Bircher Müsli. Wie kann ich diese Kalorien nur jemals wieder abbauen? 

#skiing

Mit Skifahren natürlich, und so treibt mir der Sonnenschein ein breites Grinsen ins Gesicht, das in Anbetracht von -10 Grad Celsius im Nu zu Eis gefriert. Doch beim Anblick dieser Weite, Breite, Einsamkeit und Winterlandschaft, vergesse ich die Kälte ganz schnell wieder und carve über bestens präparierte Pisten.

Die 234 Abfahrten lassen sich bequem vom Vail Village aus erreichen und pendeln zwischen 2.500 und 3.500 Metern Höhe. Selbst die legendären Back Bowls sind geöffnet, eine illustre Truppe an Buckelpisten, die sich auf der Rückseite des Berges befinden und in die Endlosigkeit hinauslaufen. Für jeden Skifahr-Typ hat Vail die richtige Piste im Angebot: von Doppelschwarz bis hin zu Grün, von Buckel über Tannenslalom, von schmalen Ziehwegen bis hin zu traumhaft breiten Autobahnen. Da ist für jeden etwas dabei und man ist locker eine halbe Stunde unterwegs, um z. B. von Wildwood bis ins Village abzufahren. 

#sonnenalp                                                                                                                                            

Vail macht süchtig und nach dem „epic day“ ist in der Regel vor dem nächsten Wahnsinnstag, und so wartet der Ski-Concierge der Sonnenalp bereits mit vorgewärmten Schuhen, um mich noch einmal hinauszuschicken, damit ich auch das Blue Sky Basin unter meinen Brettern knirschen höre. Nach drei Tagen ist dann leider Schluss mit Pistenwedeln und es heißt Abschied nehmen von den Kaminfeuern und Leckereien in der Sonnenalp. Wir sehen uns garantiert wieder. Servus und Good bye.

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung des Sonnenalp Hotel in Vail.

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