Riffelalp Resort im Winter

By In Europe

Auf 4.000 Metern Höhe gefriert dir der Atem zu Eis, während der Wind gegen deinen Helm peitscht und dich ein wenig taumeln lässt. Zur Rechten der Blick auf den zackigen Gipfel des Matterhorns, zur Linken die weiße Haube des Breithorns, in der Ferne seine Majestät, der Mont Blanc. Allein die Fahrt auf Europas höchstgelegene Bergstation, dem Matterhorn Glacier Paradise, ist ein kleines Abenteuer, denn die Dreiseilumlaufbahn lässt einen tief in den Abgrund schauen. Hinab in den gierigen Schlund der Spalten des Theodulgletschers, die sich steil den Hang hinauf in Richtung Breithorn schieben, jenen Gipfel, den ich im Sommer letzten Jahres selbst bestiegen habe. Mein Ausgangspunkt ist damals wie heute das Riffelalp Resort 2222m, das vielleicht am ehesten der klassischen Vorstellung eines Winterurlaubs in den Schweizer Bergen entspricht.

#rooms

Das Interieur schafft Wärme und Behaglichkeit inmitten einer Winterlandschaft, die direkt vor der Haustür beginnt. Es gibt den klassischen Kamin in der Bar, urige Kuschelecken mit Fellbezügen sowie verwinkelte Gänge, die den Hüttencharakter des Hotels unterstreichen. Doch es mischen sich auch moderne Akzente in das urige Ambiente, wie die unzähligen Designer-Schafe in Braun, Silber und Gold sowie Bilder an den Wänden, die mit ihrer reduzierten Bildsprache, den Galerien aus Bern oder St. Moritz entstammen könnten. Auch in den Zimmern setzt sich die Symbiose aus Gemütlichkeit und moderner Technik fort. Während der Schlafbereich mit rustikalem Holz auf Chalet-Romantik setzt, sind die Badezimmer mit Granit und modernen LED-Anlagen ausgestattet, die sogar einen praktischen Nachtmodus offerieren. Dem Architektenteam ist hier eine schöne Mixtur aus Hüttencharme und 5-Sterne-Luxus gelungen, der es einem leicht macht, sich auf Anhieb wohlzufühlen. Während also draußen leise der Schnee rieselt oder das Matterhorn in der Morgensonne glänzt, sitzt man gemütlich in der warmen Stube und freut sich auf das Frühstück oder Abendessen. Es ist exakt dieser Moment, der einen Winterurlaub auf 2.222 Metern unvergesslich macht.

#wellness

Es gibt eine Grotte mit Stein und Wasser, es gibt ein Steinschwitz- und ein Dampfbad, eine Finnische- und eine Bio-Sauna, doch der „place to be“ im Spa 2222m ist eindeutig der beheizte Außenpool, der nicht nur den Skitag aus den Knochen sprudelt, sondern auch den Blick aufs Matterhorn serviert. Und während man bei 35 Grad das Walliser Bergpanorama bewundert, stürzen sich nebenan die letzten Skifahrer vom Riffelberg hinab ins Tal. Ski-In und Wellness-Out in dieser Perfektion, gibt es wohl nur hier oben auf dem Dach Zermatts.

#food

Ich weiß ja, dass es drei Restaurants auf der Riffelalp gibt, die berühmt für ihre Speisen sind. Doch es ist das Alexandre, welches für mich den typischen Charme eines Grand Hotels versprüht und genauso auf einer luxuriösen Almhütte seinen Platz haben könnte. Die klangvolle Stimme von Restaurantleiter Alcindo ist bereits aus der Ferne gut zu hören und ich freue mich auf das Wiedersehen. Wir plaudern über den Sommer, den er in seiner Heimat Lissabon verbrachte, das Skifahren auf Buckelpisten und die anstehende Wintersaison, die unter ganz besonderen Umständen stattfinden wird. Seine Laune ist wie immer großartig und überträgt sich auf das ganze Team samt der anwesenden Gäste, die einen wundervollen Skitag ausklingen lassen und sich aufs Menü des Abends freuen. Die Kulinarik wird ergänzt durch wechselnde Highlights wie die Live-Cooking-Station oder das Dessert-Buffet, wo ich die hausgemachten Pralinen des Küchenchefs Luigi Lafranco hervorheben muss. Ansonsten kann man die hervorragende Karte rauf und runter ausprobieren und freut sich über Klassiker wie Wiener Schnitzel oder über Traditionelles wie das Kalbsgeschnetzelte mit Schweizer Rösti.

#SkiInSkiOut

Der Moment, wo du die Piste hinunter zur Riffelalp fährst und die Dämpfe an deinem eigenen Hotel-Pool aufsteigen siehst, ist einfach unbezahlbar. Nur noch die Brettl im Ski-Raum schnell verstauen, den Bademantel überstreifen und ab geht es in den Wellnessbereich, um die müden Knochen ein wenig in Wallung zu bringen. Dazwischen liegen 5 Stunden sportiver Hochgenuss im besten Skigebiet der Alpen. Man hat die Auswahl zwischen dem Matterhorn Glacier Paradise, dem Gebiet am Gornergrat und dem Rothorn. Meist sind die Pisten rot und blau, dazu breit und weitläufig, so dass man die Skier einfach laufen lassen kann, um das Panorama zu genießen. Ist die italienische Seite vom Matterhorn-Skigebiet geöffnet, kommen noch weitere Pisten hinzu, so dass man insgesamt 360 Kilometer zurücklegen kann, wenn man es denn will und schafft. Meine Lieblingspiste? Das ist schwierig, doch der Sturz vom Kleinen Matterhorn (knapp 4.000 Meter) hinab zur Station Furi (1.867 Meter), ist schon eine kleine Weltreise auf weißen Flocken. 

#Riffelalp

Es ist jedes Mal das Gleiche. Man freut sich auf das Wiedersehen und muss beim Abschied kräftig schlucken. Die Riffelalp ist ein magischer Ort, der fernab von der Hektik und den Sorgen unserer Zeit, den Klang der Stille zelebriert. Allein der Weg dorthin mit Zahnradbahn und Schneemobil ist ein Event für sich und führt durch tiefverschneite Wälder. Solange, bis man vor dem Berg der Berge steht, solange bis man durch die Tür der vier verbundenen Holzhütten stapft, den Schnee von der Schulter klopft und Chefconcierge Chantra Malorni die magischen Worte spricht: Willkommen auf der Riffelalp, ich hoffe Sie hatten eine gute Anreise“. Die beste, immer und jedes Mal.

Dieser Artikel entstand auf Einladung des Riffelalp Resort 2222m in Zermatt. Vielen Dank an Christine Schröder für die großartige Organisation. Hier erfahrt ihr übrigens alles über den Sommer auf der Riffelalp.

1 Comment
  1. […] Hier findet ihr noch mehr Winter-Feeling auf der Riffelalp. […]

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