Grand Hotel, Zell am See

By In Europe

Ein Kanute gleitet lautlos über die glatte Oberfläche des Zeller Sees. Nur selten benutzt er sein Paddel, um den Kurs zu halten. Der Blick ist auf die letzten Sonnenstrahlen gerichtet, die sich an den Schneefeldern der Gipfelwelt laben und das Weiß zum Tauen bringen. Vereinzelte Spaziergänger teilen sich den Weg mit Radfahrern und genießen die sommerliche Abendstimmung. Die Elektroboote werden an einer langen Leine heimgetrieben, wie eine Viehherde auf einer Almwiese. Es wird Zeit, den Aussichtspunkt auf dem Balkon meiner Suite im Grand Hotel Zell am See zu verlassen, denn schließlich wartet ein großartiges Dinner-Erlebnis auf mich. Ich nehme Platz, bestelle einen guten Wein und werde Teil dieses Gemäldes. 

#rooms

Es ist dieses Aha-Erlebnis, wenn man im blütenweißen Imperialflügel des Grand Hotels ankommt und zum ersten Mal auf das unwiderstehliche Blau des Zeller Sees blickt, welches für immer im Gedächtnis bleiben wird. Dabei spielt es fast keine Rolle, ob man das von der Imperial Bar, dem Restaurant oder einer der Grand Suiten tut, die locker von vier Personen genutzt werden können. Von daher habe ich die freie Auswahl zwischen dem Schlafzimmer im oberen Halbgeschoss oder dem Master-Bedroom mit umfassendem Seeblick. Abgerundet werden die 45 m² durch einen kleinen Wohn- und Essbereich und dem Badezimmer-Ensemble mit eigener Holz-Sauna, die im Winter sicherlich das Highlight ist. Doch heute verschlägt es mich direkt auf den Balkon, wo ich bei Prosecco und Linzer Torte die Aussicht genieße und den Elektrobooten beim Kreisen zuschaue.

#food

Fünf Gänge für die Ewigkeit und das an jedem Abend. So in etwa lässt sich das Dinner-Menü zusammenfassen, welches in den Variationen Fleisch, Fisch und Vegetarisch direkt am See serviert wird. Man hat nicht nur die Auswahl zwischen den drei kulinarischen Glaubensrichtungen, sondern kann diese auch miteinander kombinieren. Dabei entstehen dann so herrliche Gerichte wie die gebratene Entenbrust, die mit Honig und Pfeffer glasiert ist oder die Lammhüfte mit Kräuterbrösel und Salbeisauce. Zum Finale überraschen Marillenpofesen mit Preiselbeeren und Haselnusseis an Orangenschaum oder der Schoko-Brownie, der von einer grünen Apfel-Mousse samt Vanille-Eis begleitet wird. 

#wellness

Obwohl die Gegend rund um den Zeller See jede Menge Aktivitäten bereithält, ist sie auch ein Ort der Entspannung und Entschleunigung. Dabei lässt sich zwischen dem erfrischenden Bad im See (ca. 16 Grad Celsius) und dem warmen Hallenbad im Grand Hotel wählen. Oder man erhitzt sich zuvor in einer der Saunen bzw. nutzt die schöne Liegewiese am Seeufer. Und wer es sich so richtig gut gehen lassen möchte, der macht es wie ich und bucht ein GRANDSPA-Signature-Treatment. Dafür wechsele ich den Hotelflügel und begebe mich auf die Dachterrasse des SPA-Flügels, wo bereits Kitti auf mich wartet und die magischen Worte „Grand-Alpine-Trio“ ausspricht. Doch bevor es so richtig losgehen kann, verliere ich zunächst meine komfortable Schwimmshorts und wechsele in einen äußerst knappen Brazillian-String, der selbst an der Copacabana für Aufsehen sorgen dürfte. Zum Schutze der Leserschaft wird an dieser Stelle auf Fotos verzichtet und ich leite galant zum ersten Teil des Grand-Alpine über, dem Schneekristall-Ganzkörperpeeling. Kitti verwandelt mich mit ihren energiespendenen Salzkristallen in einen waschechten Branzino-Fisch, der anschließend erst einmal zum Duschen geschickt wird. Danach folgt eine zart schmelzende Edelweißcreme-Behandlung, dessen Einwirkzeit mit einer erholsamen Gesichtsmassage überbrückt wird. Krönender Abschluss ist dann die Rücken-Schulter-Nackenmassage, die aus einem ausgedienten Reiseblogger einen jugendlichen Wellness-Gott macht. Vielleicht sollte ich den Brazillian ja doch mitgehen lassen…

#besthike

Das Kitzsteinhorn prägt die Region um den Zeller See wie kein anderer Dreitausender und so betitelt man ihn zurecht als Top of Salzburg. Doch es ist nicht einmal die beeindruckende Aussichtsplattform, die mich heuer anzieht, sondern vielmehr der einzigartige Alexander-Enzinger-Weg, der das Gebiet um das Kitzsteinhorn mit dem Maiskogel verbindet. Dafür lasse ich meinen Range Rover bereits an der Maiskogel-Bahnstation stehen, um vom Bus zum Ausgangspunkt der Tour an der Kitzsteinhorn-Seilbahn chauffiert zu werden. Das Ticket löse ich bis zum Alpincenter, von wo aus der dreistündige Wanderpfad beginnt und mich über Schneefelder, prickelnde Quellen, saftig grüne Bergrücken und blühende Blumenwiesen dahinträgt. Immer im Blick: Die Gipfelwelt der Dreitausender um Kitzsteinhorn, Schneespitze und Wiesbachhorn. Ganz in der Ferne lässt sich gar der König Österreichs, der Großglockner, mit seinen 3.798 Metern ausmachen. Dabei bin ich fast allein unterwegs, wenn man mal von den pfeifenden Murmeltieren und gelegentlichen Kuh- und Schafherden absieht. 

Kann man diesen Anblick überhaupt noch toppen? Oh ja, man kann. Dafür braucht man die Alpenstraße nur etwa 4 Kilometer weiterfahren, um in einem gigantischen Parkhaus zu verschwinden. Kleiner Tipp. Am besten ganz oben parken, denn von dort gelangt man direkt zur Haltestelle, wo Busse die spektakuläre Serpentinenfahrt durch ein einspuriges Tunnel-System zu den Kapruner Stauseen zurücklegen. Gut 30 Minuten ist man mit sich selbst beschäftigt, bevor man vom letzten Tunnel ausgespuckt wird und direkt am türkisfarbenen Mooserboden landet. Der Anblick dieser Naturkulisse aus Gipfelspiegelungen ist in der Tat atemberaubend und erinnert unwillkürlich an die kanadische Wildnis im Banff Nationalpark. Dieses Wow-Erlebnis wird durch die Besteigung des Aussichtshügels Höhenburg gekrönt, denn hier liegen einem die beiden Stauseen und mächtigen Staumauern förmlich zu Füßen. Es ist einer dieser seltenen Momente, wo brachiale Architektur der Naturkulisse etwas hinzuaddiert und ein eindrucksvolles Gesamtkunstwerk entstehen lässt. Diese Fahrt hat sich fürwahr gelohnt.

#grandhotelzellamsee

Ich sitze am frühen Morgen in der Imperial Café-Bar im Grand Hotel Zell am See und blicke ein letztes Mal auf dieses malerische Ensemble. Ein paar Fischer werfen ihre Routen aus und hoffen auf den Fang des Tages. Erste Geschäfte und Kaffeehäuser öffnen ihre Türen und Spaziergänger flanieren entlang der Seepromenade. Ein neuer Tag beginnt und das Gemälde erwacht zum Leben.

Dieser Artikel entstand auf Einladung des Grand Hotel Zell am See und der besonderen Gastfreundschaft von Natalie Hönnemann. Wie immer perfekt organisiert von Nicole Becker von Stromberger PR.

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